bw: schulalternativen?!
für sie ist der weg in bw offenbar noch lange nicht frei!
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baden-württembergs seit jahrzehnten dominante parteien und politiker haben ins zentrum ihres schulpolitischen credos für die allgemeinbildenden schulen das dreigliedrige schulsystem gerückt.
mit ausnahme der waldorfschulen, ihnen gilt ein ausdrücklicher gesetzesvorbehalt, darf keine private schule ihre „besondere pädagogische Prägung“ jenseits dieser dreigliedrigkeit & der bestimmungen, die sonst für die regelschulen des landes gelten, suchen.
auch wenn es wörtlich im privatschulgesetz des landes nur heißt:
„§ 1
Schulen in freier Trägerschaft dienen nach Maßgabe des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung des Landes Baden-Württemberg der öffentlichen Aufgabe, als Ersatz- oder Ergänzungsschulen das Schulwesen des Landes zu bereichern. Sie ergänzen das Angebot freier Schulwahl und fördern das Schulwesen durch besondere Inhalte und Formen der Erziehung und des Unterrichts.(…)
§ 3
(1) Eine Schule in freier Trägerschaft ist Ersatzschule, wenn im Lande entsprechende öffentliche Schulen bestehen.
(2) Die Freien Waldorfschulen als Schulen besonderer pädagogischer Prägung, die in einem einheitlichen Bildungsgang von Klasse 1 bis Klasse 12 Schüler unterschiedlicher Begabungs-richtungen nach dem Waldorflehrplan (Pädagogik Rudolf Steiner) zu den dort festgelegten Bildungszielen führen und die in ihrer Klasse 13 auf der Klasse 12 der Waldorfschule aufbauend auf die Hochschulreife vorbereiten, sind Ersatzschulen. Darüber hinaus kann die Landesregierung, insbesondere für den Bereich der Sonderschulen
und der Schulen zur Ausbildung für soziale und sozialpädagogische Berufe, durch Rechtsverordnung weitere Schulen in freier Trägerschaft zu Ersatzschulen erklären, wenn ein wichtiges öffentliches Interesse besteht.“,
sei das keineswegs zu verstehen als gleichwertigkeitsgebot allein für das Erreichen der schulabschlüsse, wie sie die staatlichen regelschulen vermitteln.
nein, das gleichwertigkeitsgebot des landesprivatschulgesetzes schließe die wege im umgang mit den vorgaben der bildungsstandards ein!
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man ist zwar inzwischen im zuge sogenannter ´reformen´ von der verwendung des „lehrplan“-begriffs abgerückt und hat seit 2004 kultusminister-konferenz-konform sogenannte „bildungsstandards“ etabliert …
… – an der curricular verzurrten jahrgangsstufen-konzeption des allgemeinbildenden schulwesens im land hat diese begriffskosmetik freilich nichts wirklich grundlegendes geändert:
der begriff „standard“ scheint nur eine neue konzentration auf die bildungsziele einschließlich nach wie vor reichlich weit vorgegebener wege zu diesen hin zu transportieren.
gemeint ist mit ihm alles andere als eine wirklich neue wege-offenheit!
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um eine solche vielgestaltige offenheit in den wegen zu möglichst vielen guten schulabschlüssen hätte es nun aber gerade zu gehen, bedenkt man die zahllosen diesbezüglichen anregungen & forderungen aus allen ecken der gesellschaft, die nun schon seit jahren den boden für entsprechende reformen des öffentlichen schulwesens in der bundesrepublik zu bereiten suchen…
gegen eine gleichsam flächendeckende öffnung des schulwesens gibt es vermutlich wirklich berechtigte bedenken…
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eine solche öffnung dem privatschulsektor aber weiterhin zu verwehren – wie in den letzten jahren wieder und wieder geschehen -, bedeutet all jenen jungen menschen, die aus gründen der hochbegabung wie aus irgendeiner art von handicap heraus mit dem regelschulwsesen nicht zurechtkommen, weiterhin hürden zu setzen, die sie nicht verdienen!
die fortgesetzt starre aufrechterhaltung der für nahezu niemanden überwindlichen hürden gegen innovativ-problemlösungs-orientierte schul-alternativen namentlich im sekundarschulbereich kommt am ende alle nur denkbar teuer zu stehen!
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offenbar allerdings sind die genehmigungsspielräume für abweichende bildungswege zu den gleichen staatlichen abschlüssen andere, wenn millionenschwere initiatoren sich um sie bemühen:
man inspiziere nur einmal genießerisch das 16-mio(!)-schulprojekt der würth-stiftung für künzelsau!
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fordern Sie bei den landtagsabgeortneten baden-württembergs wie bei den regierungsvertretern des landes ein und machen Sie mit uns gemeinsam bekannt, welche art von alternativschul-angeboten für den sekundarschulbereich u.a. in eine metropolregion wie den rhein-neckar-raum gehören!
>>> z.b. das autopoieticums-projekt!!
>>> bzw. das viadukt-projekt!!.
merci!!
gabriele weis, im februar 2008