selbstorganisation / autopoiesis
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autopoiesis . . Im Wechselspiel mit der Teilhaberechts-Lage entwickelt sich Teilhabe immer auch als Phänomen der SELBSTORGANISATION/ AUTOPOIESE Autopoiese (griechisch autos = selbst und poiein = machen, also eigentlich „Selbstgestaltung“ oder „Sich-Selbst-Machen“) ist ein von den Biologen Maturana und Varela ab 1973 für (biologische) Organismen geprägter Begriff, … …der von Systemtheoretikern wie Jantsch und Luhmann auch für gesellschaftliche Phänomene und Systeme verwendet wurde/wird. |
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Der Begriff Autopoiese:
Es geht also um die Selbstorganisation lebender Systeme, durch ständige, stetige Selbsterneuerung, durch aktive, differenzierte selbstfördernde Umwelt-(inter)aktion und durch selbstüberschreitende Vervielfachung. Dabei kann Selbsterneuerung auch so radikale und dynamische Veränderungen wie z.B. Metamorphosen beinhalten. Autopoiese betont damit eine im wesentlichen vom System selbst ausgehende und an ihm ausgerichtete (Evolutions-)Aktivität… …- Im Gegensatz zu einer darwinistischen oder funktional-reduzierenden Sichtweise, nach der das System quasi nur ein Produkt oder Werkzeug äußerer Vorgänge ist, gilt: einmal existente Systeme funktionieren im wesentlichen autopoietisch, also selbstbestimmt. Jedes größere System organisiert sich nach außen als Referenznetz zu zahllosen anderen (Teil-)Systemen, …
Die Selbstorganisation eines größeren Systems ergibt sich in Referenz zu:
und zu b) den selbstorganisatorischen Signalen aller sonstigen irgendwie korrelierenden Systeme. Zwischen Signal und möglichem Antwort-/Bezugs-Signal gibt es weder eindeutige Referenzen noch berechenbare Referenzspektren.
> Kein System ist damit von außen – von einem anderen System her also – steuerbar. > Jede so oder so machtvolle Etablierung äußerer Systemgesetze/ -bedingungen unterliegt der unausweichlich sich anschließenden weiteren Selbstorganisation eines einmal geschaffenen Systems/Systemkomplexes „Die Hoffnung auf einen Steuermann, der die dicht vernetzten … Systeme noch überblickt und als echter Steuermann fungieren kann, ist aussichtslos.“ (Dürr 1988, S. 77). Und: „Wir können zwar nicht erwarten, auf Nummer Sicher zu spielen.
> wie sich die BEZUGSSYSTEME eines Systems (Partner, Freunde, Familie, Firma, Wirtschaft, Staat… – also: des je individuellen Systems, das jeder einzelne darstellt), entwickeln, … …ist schlichtes Mit-Resultat der Signale, die wir aus uns herausbilden – denn wir alle sind: mitwirksame Teil-Referenzquelle/n IHRER AUTOPOIESE. Zweck-, Wert-, Sinnsetzung geschieht uns dabei nicht einfach von außen… …wir entwickeln sie in uns als System über die Bezugnahmen auf unsere Umgebung, die wir so oder so herstellen oder nicht herstellen.
…- diese fremden Signale und die Kräfte, die von ihnen ausgehen, bestätigend, verstärkend, uns ihnen unterwerfend, sie ignorierend, in Frage stellend, ergänzend, korrigierend, ersetzend, schwächend, bekämpfend, unterlaufend, aufhebend…
… entsteht Gestaltungssmacht. Positionsschaffung, Positionserwerb, Positionssicherung, Positionsveränderung, Positionsersatz Systemschaffung, Systemerhalt, Systemveränderung, Systemersatz Denn:
… ändern ihre Autopoiese in dem Maße, in dem ihr systemisches Bezugsnetz - also jede/r einzelne von uns, jede Gruppierung in unserer Gesellschaft- veränderte Signale aufweist : - in Richtung auf geeignet(er)e Bezugnahmen auf systeminterne wie externe Veränderungsphänomene - in Richtung auf mehr Abstimmung - in Richtung auf mehr Konflikt zwischen den Systemen: Konflikt um Systemverteidigung, -veränderung, -umwälzung - in Richtung auf mehr oder minder Also:
MACHT in Form: Akzeptanz findender Führungssignale im Kontext von: - Nöten - empfangenen/erhofften Leistungen - Problemlösungspotentialen und –angeboten
Veränderungen einfordernder Bedingungssignale, denen es sich anzupassen gilt oder denen produktiv mit Alternativen zu begegnen ist
MACHT in Form: der Resultanten verschiedenster Schwäche-/ Machtverzichts-Signale im Kontext von:
- Beschädigtheits-Mentalitäten wie:
der Resultanten neu beanspruchter und entwickelter Selbstbestimmungs-Signale im Kontext :
– entsprechender innerer Umorientierungsnotwendigkeiten – in der Folge bewusst alternativ ansetzender Netzwerkbildungen
Koordinationsmöglichkeiten: stärker hierarchisch <> klassische Volks- und Interessen-Vertretungs-Institutionen stärker eigenverantwortlich <> unmittelbarer organisierte kleinere und größere Netzwerke
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//Grenzen so vergrößerter Eigenverantwortlichkeit im Kontext weltumspannend operierender Großkonzernsysteme ?
„Die modernen Organisations- und Managementprinzipien, die auf Flexibilität und Dezentralität setzen, mögen vorerst lediglich Profitmaximierungsstrategien unterworfen sein. Notwendigerweise erzeugen sie jedoch Fähigkeiten und Bedürfnisse bei den Menschen, die über die herrschende Lebensweise hinausweisen.“ (Annette Schlemm) „Das Überschreitende ist nicht theoretisch ableitbar! Es entsteht gerade aus dem Konkreten, welches einer neuen, erst entstehenden umfassenderen Allgemeinheit entspricht. Es widerspricht dabei notwendig dem herrschenden begrenzten Allgemeinen.“ (Annette Schlemm) „Echter Realismus zieht in seine Betrachtungen nicht nur das ein, was deutlich sichtbar ist, sondern auch das, was als Antwort auf unabdingbare Notwendigkeiten im Schoße der Gesellschaft erst heranwächst.“ (Robert Jungk) „Auch reformerische Ansätze haben die Potenz in sich, ihre ursprünglichen reformistischen Horizonte selbst zu sprengen. Ihre Dynamik ist unaufhaltsam, wenn ihre progressiven Ansätze im selbstorganisierten Handeln der Menschen zu einer Veränderung der Grundsätze menschlichen Handelns führen“(Annette Schlemm) „Meist wird eine neue Politikform von älteren Herrschaften nicht als solche erkannt„ > Umsetzung alternativer Systeme nicht mittels herrschender Machtstrukturen , wohl aber in, zwischen und neben ihnen
„Willst du ein Schiff bauen, so rufe nicht die Menschen zusammen, um Pläne zu machen, Arbeit zu verteilen, Werkzeuge zu holen und Holz zu schlagen sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem großen endlosen Meer.“ (Saint-Exupéry)
Alle Autopoiese, vermittels deren systemförderliche Koordination gelingt, lebt : vom selbstorganisatorischen Bestehen auf den eigenen individuellen wie gemeinschaftsbezogenen Sehnsüchten + vom aufmerksamen + lustvollen Mitteilen und Beantworten entsprechender Sehnsuchts- und Systemveränderungs-/-schaffungs-Signale…
… Autopoiese-Instrumente -
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- z.B.: gleiche Lehrerzahl – veränderter Einsatz - gleiche Sachmittelhöhe – veränderter Einsatz - gleicher Zeitaufwand – im Schnitt bessere Resultate
keine Jahrgangsstufen, kein Sitzenbleiben, keine vorgeschriebenen Curricula: Förderung zum individuell Angemessenen und Möglichen, statt Selektion - also: Netze von Lehr-/Lernangeboten,… …die Lehrer im Rahmen schulinterner/oder auch schulübergreifender Abstimmungsprozesse bereithalten … … und in denen sich Schüler/innen frei bewegen dürfen ! |
_____________a n w e n d u n g_______________
autopoieticum
Schule ohne Schranken
PRIVATE SCHUL-ALTERNATIVE
FÜR DEN SEKUNDARBEREICH
IM RHEIN-NECKAR-DREIECK
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ausgangspunkte für das autopoieticums- wie das via-dukt-projekt:
in den schulzweigbezogen ausgestatteten Lernbereichen konzentrieren sich die Lernmaterialien der jeweiligen Schulzweige (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) – betreut durch die jeweiligen Lernbereichsteams.
in diesen Lernbereichen verankern sich aber auch die Lernaktivitäten der jeweils für mindestens 1 Drittel eines Schuljahres sich wahlweise konstituierenden Mentorengruppen: jede Mentorengruppe bildet 1 Lernbereichsgruppe und besiedelt für 1 Drittel des Schuljahres einen Lernbereich als ihr schulisches Zuhause für diesen Zeitraum.
in diesen Lernbereichen findet des weiteren gemäß den jeweiligen Wochenplan-Aktivitätszielen aller mal Projektmodul-Arbeit, mal Info-Kurs-Arbeit, mal Service-Arbeit für einzelne Fremdprojekte oder auch individuelle Freiarbeit statt.
LBT = LERNBEREICHS-TEAM – schulzweig-spezifisches Lernmanagement
MG = 6 Mentorengruppen – schulzweig-übergreifend
P = 6 PROJEKT-Module (=Bausteine) / A = Anfänger; F I = Fortgeschrittene, F II weit Fortgeschrittene
K = x knapp getaktete fach-& schulzweigspezifische KURS-Curricula
KL = KLAUSUREN-POOL – Aufgabensammlung gemäß den BILDUNGSSTANDARDS der 3 Schulzweige








